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DEFAULT : Neuigkeiten von der PV-Austria Speichertagung vom 12.November
18.11.2015 15:54 (1096 x gelesen)

Auf der Österreichischen PVA-Speichertagung am 12. November wurde eines klar kommuniziert: Niemand muss mehr fragen, ob Batteriespeicher für PV-Anlagen sich durchsetzen werden - im Gegenteil, sie sind nicht mehr aufzuhalten. In 2-3 Jahren werden sie Standardkomponente einer jeden Anlage sein.


Warum dem so ist, ist leicht nachvollziehbar. Getrieben durch den Megatrend Elektromobilität haben namhafte Konzerne wie etwa Tesla bereits Investitionen in Milliardenhöhe getätigt, um leistungsfähige und langlebige Speichersysteme zu entwickeln. Um diese hohen Investitionssummen rentabel zu machen, werden diese Hersteller weitere Märkte erschließen. Hier bietet sich der Heimspeichermarkt ideal an.

Zudem haben die grundlegenden Technologie-Bausteine wie etwa Lithium-Zellen mittlerweile ein Preisniveau erreicht, das den Bau von wirtschaftlichen Speichern bereits heute zulässt.

Herausforderung Sicherheit

Die größte Herausforderung ist daher nicht mehr der Preis, sondern die Sicherheit. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht, ist die Notwendigkeit für ein sicheres Speichersystem im Haushalt wichtiger, als im Auto. Denn wenn etwas schief laufen sollte, ist der mögliche Schaden für Mensch und Material im Haushalt potenziell deutlich größer als im Auto. Die Empfehlung der Experten lautet hier, nur Produkte von renomierten Herstellern einzusetzen. Parallel arbeiten Institutionen in Deutschland und in Österreich bereits intensiv an Normen und Richtlinien.

Sonne speichern - die Vorteile

Mit intelligenten Batteriespeicherlösungen kann Sonnenstrom vor Ort auch dann verbraucht werden, wenn die Sonne nicht scheint. So wird Solarstrom praktisch rund um die Uhr nutzbar. Zudem behält man mit selbst erzeugtem und zwischengespeichertem Solarstrom die Kontrolle über die eigenen Stromkosten im Haushalt und macht sich damit unabhängiger von steigenden Preisen. Studien haben gezeigt, dass Batteriespeicher den solaren Eigenverbrauch um mehr als die Hälfte steigern können: auf über 60 Prozent.

Speicher - wichtiger Baustein der Energiewende

Solarstromspeicher sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Denn werden die netzgekoppelten PV-Anlagen mehr (und das ist aufgrund der internationalen Vernetzung der Energiesysteme kein österreichisches sondern ein internationales Thema), wird der zeitgleiche Anstieg der summierten Einspeisungen aller Anlagen zu den Tagesspitzen zunehmend zu einer nicht bewältigbaren Belastung für das Energienetz. Dezentrale Batteriespeicher sind hier eine wirksame und wertvolle Gegenmaßnahme, die gleichermaßen dem Einzelhaushalt wie dem Energienetzbetreiber einen Nutzen bringen. 


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